Betreutes Wohnen

In Althegnenberg ist der Bau einer Anlage für Betreutes Wohnen geplant. Das wirft berechtigte Fragen auf: Wer wird dort wohnen? Reicht der Bedarf aus dem Ort? Oder ziehen vor allem Menschen von außerhalb zu?

Stand zum Zeitpunkt der Kommunalwahl (Frühjahr 2026)

Geplant sind rund 60 Wohneinheiten. Das Projekt befand sich in der Planungsphase. Eine zentrale offene Frage war, ob die Anlage auch Kleingewerbe (Café, Physiotherapie) enthalten soll — das hätte direkte Auswirkungen auf die Lebensqualität in der Ortsmitte.

Datenbasierte Einordnung

Althegnenberg heute

  • Ca. 2.000 Einwohner
  • 391 Personen über 65 Jahre (203 zwischen 65–74, 188 über 75)
  • Erfahrungswert bundesweit: ca. 1–2 % der über 65-Jährigen nutzen Betreutes Wohnen

Erwarteter Bedarf aus dem Ort

  • Rechnerisch: 5–8 Personen
  • Großzügig geschätzt: 10–20 Bewohner aus Althegnenberg und Hörbach

Woher kommen die übrigen Bewohner?

Vergleichbare Projekte (Schwabmünchen, Großaitingen, Maisach, Emmering) zeigen ein klares Muster:

Herkunft Erwarteter Anteil
Aus der Gemeinde ca. 20–30 %
Von außerhalb ca. 70–80 %

Von 60 Wohnungen werden voraussichtlich 10–20 durch heutige Althegnenberger bewohnt, der Rest durch regionalen Zuzug.

Standortfaktoren

Für Zuzug spricht:

  • Bahnanschluss (30 Min. nach Augsburg und München)
  • Lage an der B2
  • Ruhige, ländliche Umgebung

Einschränkungen:

  • Kein Friseur, keine Apotheke im Ort
  • Nur ein Nahversorger (Netto)
  • Zuziehende brauchen Mobilität oder familiäre Unterstützung in der Nähe

Was das für den Ort bedeutet

  • Kein Verdrängungseffekt — jeder interessierte Senior aus dem Ort kann dort wohnen
  • Mehr ältere Menschen im Ort → mehr Bedarf an Dienstleistungen
  • Neue Fragen an Mobilität, Nachbarschaft und Ortsentwicklung

Beteiligung

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